Versorgungssicherheit

Die deutsche und europäische Mineralölindustrie kann den Bedarf an Energieprodukten wie Diesel, Heizöl und Flugturbinenkraftstoff nicht vollständig aus eigener Raffinerieproduktion decken. Deshalb erfolgt die Versorgung mit Mineralölprodukten in Deutschland mehrgleisig über Rohölimporte zur späteren Verarbeitung im Inland sowie über den Import von Mineralölerzeugnissen.

Importe sichern Versorgung

Unabhängige Händler und ebenso wie Raffineriegesellschaften führen Mineralölprodukte in erheblichen Mengen vor allem aus Russland, dem Nahen Osten und den USA ein. Auf der Ebene hat sich eine vielfältige, grenzüberschreitende und wettbewerbsintensive Marktstruktur entwickelt. Der Importhandel fokussiert sich hauptsächlich auf Dieselkraftstoff, Heizöl und Flugturbinenkraftstoff. Ein Teil des heimischen Mineralölaufkommens dient dem Exportgeschäft und der Belieferung der internationalen Schifffahrt. Kraftstoffe, leichte und schwere Heizöle sowie Spezialprodukte werden vor allem nach Österreich, in die Schweiz und in die Niederlande ausgeführt.

Tanklager schaffen Sicherheit

Mineralölprodukte sind im Vergleich zu anderen Energieträgern leicht zu transportieren und zu lagern. Deren Logistik ist in Deutschland eine Domäne von konzernunabhängigen, oft mittelständisch strukturierten Unternehmen. Eine besondere Rolle fällt den unabhängigen Tanklagerbetrieben zu, die als Dienstleistungsunternehmen für die Mineralöl- und chemische Industrie fungieren. Indem sie die Infrastruktur für Produzenten und Handel bereitstellen, schaffen sie die Voraussetzung für einen funktionierenden, ausgewogenen Markt. Zudem lagern sie strategische Bevorratungsmengen für Krisenzeiten und leisten so einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

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