Verbändepapier: RED III blockiert – THG-Quote braucht jetzt Klarheit
Die Umsetzung der RED III im Verkehrssektor gerät weiter ins Stocken – und das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Eigentlich war der 19. März für die zweite und dritte Lesung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der THG-Quote im Bundestag vorgesehen. Stattdessen kommt es erneut zu Verzögerungen. Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: anhaltende Unsicherheit.
Ohne verlässlichen Rechtsrahmen geraten Investitionen ins Risiko, Vertrauen geht verloren und die Transformation im Verkehrssektor wird ausgebremst.
Gemeinsam mit en2x, UNITI, MVaK und VDB wurde daher ein gemeinsamer Verbändeappell vorgelegt.
Zentrale Punkte:
Jetzt entscheiden, nicht weiter vertagen
Die RED III muss zügig umgesetzt werden. Offene Detailfragen dürfen nicht länger den gesamten Prozess blockieren.
Fehlanreize zwischen Verkehrssektoren vermeiden
Der aktuelle Entwurf ermöglicht die Anrechnung von Kraftstoffen aus dem Schiffsverkehr auf die Straßenquote. Das untergräbt die Systemlogik und sollte ausgeschlossen werden.
Biogenen Wasserstoff sinnvoll einbinden
Eine begrenzte und klar geregelte Nutzung ist möglich. Entscheidend sind transparente Leitplanken und die Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen. Falls kurzfristig keine Einigung gelingt, sollte die Ausgestaltung über eine Verordnung erfolgen.
Die THG-Quote ist ein zentrales Instrument für den Markthochlauf klimafreundlicher Kraftstoffe und die Wettbewerbsfähigkeit des Raffineriestandorts Deutschland. Weitere Verzögerungen senden das falsche Signal.
Das vollständige Papier mit allen Forderungen und Hintergründen finden Sie unten.