Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland e.V.

Flüssige Energieträger als Energiespeicher unverzichtbar

Berlin, 11.04.2018 - 

Eine Energiewendepolitik im Mobilitäts- und Wärmesektor sowie in anderen Bereichen wird nicht umhinkommen, Alternativen zu den enormen Vorteilen zu entwickeln, die sich aus der historisch gewachsenen Diversität der Lager- und Transportinfrastruktur für Mineralölprodukte ergeben. Deshalb sollte die CO2-Reduktion in diesen Sektoren nicht nur über eine weitere Elektrifizierung, sondern zum Beispiel über flüssige Energieträger erfolgen, die mit Hilfe von erneuerbarem Strom gewonnen werden („E-Fuels“).

Diese Vorteile flüssiger Kraft- und Brennstoffe untersucht ein Diskussionspapier „Die Rolle von Mineralöl als Energiespeicher in der Energiewende-Debatte“, des ETR – Economic Trend Research im Auftrag des AFM+E Aussenhandelsverband für Mineralöl und Energie e.V. sowie dessen Dachverband MEW Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland e.V..

Die in dem Diskussionspapier dargestellten Lagerbestände an Mineralöl, wie sie von der Mineralölwirtschaft, den Autofahrern und Heizungsbesitzern gehalten werden, weisen einen Energiegehalt von umgerechnet etwa 535 TWh auf. Dabei handelt es sich um eine konservative Berechnung. Die Vorräte garantieren eine hohe Versorgungssicherheit, Flexibilität und Unabhängigkeit.

Auf der anderen Seite hängt die Stromwirtschaft zunehmend von nicht kontinuierlich zur Verfügung stehenden Wind- und Solaranlagen ab. Trotz der volatilen Einspeisung der erneuerbaren Energien gibt es derzeit nur minimale Speicherkapazitäten, sodass die Stromnachfrage zu jedem Zeitpunkt genau gedeckt werden muss. Dies wird offensichtlich immer schwieriger, wenn erneuerbarer Strom zusätzlich auch noch den Energiebedarf für Wärme und Mobilität decken soll. Die Herausforderung besteht aber nicht nur in der Bereitstellung der Energie, sondern auch darin, eine Infrastruktur zu errichten, die Strom aus Sicht der Wirtschaft und Verbraucher in allen Anwendungsbereichen genauso sicher und an jedem Ort in der jeweils gewünschten Menge bereitstellt, wie es bislang bei den konventionellen Energien der Fall ist.

Vor diesem Hintergrund sollte die CO2-Reduktion in diesen Sektoren nicht über eine weitere Elektrifizierung, sondern zum Beispiel über flüssige Energieträger erfolgen, die mit Hilfe von erneuerbarem Strom gewonnen werden („E-Fuels“).

„Wenn wir im Mobilitäts- und Wärmesektor wunschgemäß vorankommen wollen, kann die Energiewendepolitik nicht auf die enormen Vorteile flüssiger Kraft- und Brennstoffe verzichten“, sagte MEW-Hauptgeschäftsführer Dr. Steffen Dagger. „Wir fordern deshalb, die CO2-Reduktion in diesen Sektoren nicht nur über eine weitere Elektrifizierung umzusetzen, sondern zum Beispiel über flüssige Energieträger, die mit Hilfe erneuerbaren Stroms  gewonnen werden (E-Fuels).“

Das Diskussionspapier finden Sie hier: MEW-Die Rolle von Mineralöl als Energiespeicher_April 2018.pdf




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