Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland e.V.

Synthetische Kraftstoffe aus Grünstrom sind klimafreundliche Alternative zur Vollelektrifizierung

Berlin, 15.06.2017 - 

MEW-Veranstaltung „Energie am Mittag“ befasst sich mit den technischen Perspektiven für Power-to-Liquids (PtL)

„Synthetische Kraftstoffe aus Grünstrom sind eine klimafreundliche Alternative zur Vollelektrifizierung als alleinigem Lösungsansatz. Auch deshalb werden flüssige Kraftstoffe noch lange wichtiger Bestandteil des Energiemixes bleiben. Die Politik muss hier aber Rahmenbedingungen schaffen“, so fasste Dr. Steffen Dagger, Hauptgeschäftsführer des MEW, die Vorträge und Diskussion der gestrigen MEW-Politik-Veranstaltung aus der Reihe „MEW Energie am Mittag“ zusammen.

Aus erneuerbarem Strom, Wasser und CO2 klimaneutrale Kraftstoffe herstellen – was nach Zukunftstechnologie klingt, ist schon heute technisch realisierbar. In der Veranstaltung mit rund 70 Teilnehmern wurde deutlich, dass Power-to-Liquids einer der Schlüssel für eine klimaneutrale Mobilität sein kann.

Dagger machte einleitend deutlich, dass es von Vorteil wäre, die bereits heute vorhandene Infrastruktur für flüssige Kraftstoffe weiter zu nutzen. Ausschließlich auf Elektrifizierung zu setzen, wie Teile der Politik es fordern, sei nicht die beste Lösung. Auch andere Technologien müssten genutzt werden, um den Verkehrsbereich klimafreundlicher zu gestalten. So könnten CO2-neutrale Kraftstoffe dem Verbrennungsmotor eine langfristige, klimafreundliche Zukunft geben.

Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, stellte in seinem Vortrag dar, wie aus Grünstrom Kraftstoff werden kann. Er stellte Vorteile und Herausforderungen von Power-to-Liquids dar und betonte, dass erneuerbare Kraftstoffe nicht nur für die Mobilität wichtig seien, sondern dass erneuerbare bzw. strombasierte Kohlenwasserstoffe für viele Branchen relevant seien und daher etwa auch eine hohe industriepolitische Bedeutung für den Standort Deutschland hätten.

Das Dresdner Unternehmen Sunfire produziert bereits heute Kraftstoffe mit dem Power-to-Liquids Verfahren. Sebastian Becker, Senior Manager Syngas bei Sunfire, stellte in seinem Vortrag vor, wie das Unternehmen mit dem CO2-neutralen Erdölersatz „Blue Crude“ so genannte e-fuels herstellen und mit diesen zum Klimaschutz beitragen kann und welche Expansionspläne das Unternehmen hat. Entscheidend für die Weiterentwicklung und Produktionsmöglichkeiten seien insbesondere die Stromkosten, so Becker.

Jakob Seiler vom VDA Verband der Automobilindustrie erläuterte, dass wirksame Emissionsminderungen im Verkehr das Zusammenspiel von Elektromobilität, neuen Kraftstoffen und weiteren Maßnahmen erfordere. Regenerative Kraftstoffe könnten ein wichtiger Stellhebel werden und auch einen wertvollen Beitrag zur Energiewende liefern. Bedeutend hierfür seien jedoch die regulatorischen Rahmenbedingungen, Kundenakzeptanz und infrastrukturelle Voraussetzungen.

Der MEW ist als Dachverband Stimme des unabhängigen Mineralölmittelstandes in Deutschland. Dazu gehören der unabhängige Import, der unabhängige Großhandel, die Freien Tankstellen und die unabhängigen Tanklagerbetreiber mit einem flächendeckenden Netz in ganz Deutschland.

 

Die PM als PDF finden Sie hier:

170615_PM_EAM Perspektiven für Power-to-Liquids.pdf

 

MEW-Kontakt: 

Dr. Steffen Dagger

Hauptgeschäftsführer

Telefon: 0 30 - 20 45 12 53

Email: info(at)mew-verband.de




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